

                                  Copyright (c) 1994 by K.-H. Ilg



         BESCHREIBUNG ZUR AX.25 UND TERMINAL-SOFTWARE 4PC-COM  
                                 
                                AUF

                          IBM-PC-RECHNER

                       FR DAS MODEM PC-COM





                                                 Version 3.1/2.01   Dez. 94


Inhaltsverzeichnis

1.    Kurzeinfhrung
1.1   Die ersten Schritte in 4PC-COM
1.2   Was ist 4PC-COM
1.3   4PC-COM starten
1.4   Mgliche Fehler
1.5   4PC-COM verlassen
1.6   Allgemeine Bedienung
1.7   Programmhielfe
1.8   Bedienung eines Dialogfensters
1.9   Die Aufteilung des Bildschirms

2.    Benutzereinstellungen und der erste Verbindungsaufbau
2.1   Das Monitorfenster
2.2   Gong
2.3   Die Statuszeile
2.4   "Men" Verbindung
2.5   "Men" Datei
2.6   "Men" Einstellungen
2.7   "Men" Hilfe
2.8    Probleme

3.    Allgemeines ber Packetradio
3.1   Schnelle Inbetriebnahme

4.    Der Befehlssatz
4.1   TNC-Kommandos

5.    Timer-Kommandos
5.1   Darstellung der Information
5.2   Unproto-Aussendungen

6.    Rckblick und Entwicklungen

7.    Erklrungen zum AX.25 Protokoll



1.   Kurzeinfhrung

1.1  Die ersten Schritte in 4PC-COM

Diese Kurzeinfhrung darf nur unverndert und zusammen mit der
Originaldiskette des Programms 4PC-COM weitergegeben werden.

Die Weitergabe dieser Kurzeinfhrung allein ist nicht gestattet.

Diese kurze Einfhrung soll Ihnen den Umgang mit 4PC-COM
erleichtern.
Obwohl 4PC-COM sich durch eine uerst komfortable
Benutzungsoberflche nach dem SAA-Standard mit Mausbedienung
auszeichnet, werden sicher einige Benutzer Schwierigkeiten haben,
alle Eigenschaften des Programmes auf Anhieb zu verstehen und
auszunutzen. Im folgenden wird daher gezeigt, wo mgliche
Probleme bei der Benutzung der Software auftreten knnen und wie
man sie lst.

Es lohnt sich in jedem Fall, diese Kurzeinfhrung von vorne nach
hinten durchzulesen und einen ersten Programmlauf mitzuverfolgen.

1.2 Was ist 4PC-COM ?

4PC-COM ist ein Terminalprogramm fr den Packet-Radio-Amateurfunk
nach dem AX.25-Protokoll, das auf IBM-kompatiblen PCs unter dem
Betriebssystem MS-DOS luft. Mit 4PC-COM knnen Sie von Ihrem PC
aus mit anderen Amateurfunkern Nachrichten austauschen und
mitprotokollieren. Sie bentigen zum Betrieb neben Ihrem Funkgert
noch ein Modem (z.B. das Funkmodem PC-COM), das das Funkgert mit
der seriellen Schnittstelle Ihres PCs verbindet. Im folgenden
wird nur auf die Software 4PC-COM eingegangen. Bei Problemen mit
der Hardware (Modem oder Funkgert) sollten Sie sich zunchst mit
den entsprechenden Betriebsanleitungen beschftigen.


1.3 4PC-COM starten

Machen Sie zunchst eine Sicherungskopie Ihrer Programmdiskette.

Um 4PC-COM auf Ihrem PC laufen zu lassen, sollten Sie die
folgenden Dateien in ein Verzeichnis auf der Platte kopieren:

        4PC-COM.EXE     (das Programm selbst)
        4PC-COM.CFG     (eine Datei mit Konfigurationsdaten)
        PCHELP.DAT      (die Hilfetexte, die das Programm
                        verwendet).

Beschreibung der nachfolgenden Files
                        
        PCED.EXE        (EDITOR, hiermit knnen Sie den README.TEXT     
                        lesen oder nderungen vornehmen).
        README.TXT      (diesen Text, den Sie gerade lesen).

Um das Programm zu starten, wechseln Sie in das Verzeichnis mit
diesen Dateien und geben als MS-DOS-Kommando folgendes ein:

            4PC-COM

Dann luft 4PC-COM in einem Modus, in dem 25 Zeilen pro Seite
dargestellt werden knnen. Drcken Sie die Eingabe- oder die
Leertaste.
Dann wird das Fenster in der Bildschirmmitte geschlossen. Der
Bildschirm sollte dann in etwa  so aussehen, wie hier dargestellt.


 Verbindung| Datei| Einstellungen| Kanal| Hilfe|
------------------------------------------------------------------
             Verbindung 2: ausgelst
------------------------------------------------------------------


------------------------------------------------------------------


D1:-----D2:-----D3:-----D4:-----D5:-----D6:-----D7:-----D8:-----

 1:-----  2:-----  3:-----  4:-----  5:-----  6:-----  7:-----

QRV   ANTON    n2:10 o:0     Datum: Di 27.12.94  Uhrzeit: 14:30:55



Wenn Sie eine EGA-Grafikkarte in Ihrem PC eingebaut haben, die im
Textmodus 43 Zeilen pro Seite darstellen kann, knnen Sie 4PC-COM
auch folgendermaen starten:
            4PC-COM   /43

Wenn Sie eine VGA-Grafikkarte in Ihrem PC eingebaut haben, die im
Textmodus 50 Zeilen pro Seite darstellen kann, knnen Sie 4PC-COM
auch folgendermaen starten:

            4PC-COM   /50

In den beiden letztgenannten Fllen  haben Sie den Vorteil, da
auf Ihrem Monitor mehr Informationen darstellbar sind.

1.4 Mgliche Fehler:

1.  Die Meldung "Befehl oder Dateiname nicht gefunden"  erscheint.

    Sie haben sich vertippt, oder die Datei 4PC-COM.EXE ist doch
    nicht im aktuellen Verzeichnis auf Ihrer Platte. Kopieren Sie
    beim nchsten Startversuch die Datei in das richtige
    Verzeichnis.
2.  Die Bildschirmdarstellung ist nicht in Ordnung.
    Dann untersttzt Ihre Grafikkarte vermutlich nicht den 43-
    bzw. 50-Zeilenmodus, mit dem Sie das Programm gestartet haben.
    Verlassen Sie 4PC-COM (s.unten), und benutzen Sie  nur noch
    den  25-Zeilen-Modus.
3.  Sie erhalten eine Meldung, da eine Datei fehlt. Kopieren Sie
    diese Datei in das Startverzeichnis, und starten Sie den
    nchsten Versuch.
4.  berprfen, ob bei Einstellungen die richtige Schnittstelle
    eingetragen ist. Es ist nur COM1 und COM2 mglich. Ist die
    Schnittstelle auch wirklich vorhanden und auch der Interrupt dafr
    richtig gejumpert? (bei manchen Schnittstellenkarten ist dies
    mittels einem Jumper auf der Karte einstellbar, siehe Rechner-
    Manual).
5.  Laufen eventuell zeitgleich noch andere residente Programme
    (auer den blichen DOS-Treibern), kann es ebenfalls zu
    Kollision kommen. Man sollte diese Programme dann testweise
    einmal entfernen.
6.  Packets werden nicht dekodiert.
    Kommen Daten regulr an (es erscheint in der
    Programmstatuszeile
    dann auch EMPF bei offener Squelch), betrachten Sie ihre
    Empfangs-NF.
7.  Keine Modulation
    Stecker am  Mikrofoneingang berprfen.

1.5 4PC-COM verlassen

Drcken Sie die Alt-Taste und halten Sie sie gedrckt, whrend Sie
zustzlich die "X"-Taste drcken. Es erscheint dann ein Fenster
mit der Frage "Wollen Sie 4PC-COM beenden ?" Drcken Sie einfach
die Eingabetaste.
Das Programm wird dann beendet.

1.6 Allgemeine Bedienung

Falls an Ihren Rechner eine Maus angeschlossen und korrekt
installiert ist, knnen Sie 4PC-COM mit der Maus bedienen, wie Sie
es wahrscheinlich von anderen Programmen mit einer
Benutzungsoberflche nach dem SAA-Standard gewohnt sind. Durch
Drcken der linken Maustaste knnen Sie z.B. das Pull-Down-Men
bedienen, um einen Befehl des Programmes auszusuchen
ein Fenster schlieen, indem Sie zweimal auf [-] in der linken
oberen Ecke des Fensters klicken durch Klicken auf den OK-Knopf
eines Auswahlfensters eine Aktion starten oder Einstellungen
besttigen durch Klicken auf einen der Verbindungsknpfe (1-7) in
der vorletzten Bildschirmzeile den Kanal wechseln.

Es kann sein, da beim Start des Programms die Schnittstellen fr
das Modem und die Maus falsch eingestellt sind. Dies merken Sie
zunchst daran, da die Maus in 4PC-COM vielleicht nicht
funktioniert, obwohl sie mit anderen Programmen korrekt
zusammenarbeitet. In diesem Fall mssen Sie die Einstellung der
Schnittstelle fr das Modem ndern. Wie das geht, erfahren Sie

weiter unten; es drfte aber trotzdem besser sein, an dieser
Stelle weiterzulesen und die folgenden Schritte mit der
Tastatur nachzuvollziehen.

Sie knnen in jedem Fall (auch wenn eine Maus vorhanden und
korrekt installiert ist) 4PC-COM ausschlielich ber die Tastatur
bedienen. In diesem Fall aktivieren Sie das Men durch Drcken der
Alt-Taste.
Den gewnschten Menpunkt aktivieren Sie dann durch Anwahl mit den
Cursortasten (Pfeiltasten) und Drcken der Eingabetaste.
Sie knnen jeden Menpunkt auch direkt durch eine
Tastenkombination erreichen.
Zum Beispiel knnen Sie das Men "Verbindung" auch dadurch ffnen,
da Sie die Alt-Taste gedrckt halten und zustzlich die Taste "V"
drcken. Wenn Sie die Tasten dann loslassen, ist dieses Men
geffnet, und Sie einen der aufgefhrten Punkte im Men anwhlen,
indem Sie den hervorgehobenen Buchstaben (z.B. "A" fr Aufbau
einer Verbindung) drcken, oder indem Sie die Cursortasten und die
Eingabetaste benutzen.

Falls bei einem Menpunkt ein Tastaturkrzel angegeben ist, wie
z.B. im Verbindungsmen beim Punkt "Aufbau" das Krzel "Alt+F",
dann knnen Sie stattdessen auch ganz einfach dieses Krzel
verwenden, um den Menpunkt direkt anzuwhlen. Sie drcken in
diesem Fall also die Taste "F", whrend Sie die Alt-Taste gedrckt
halten.

Um die Menzeile zu verlassen, drcken Sie die ESC-Taste oder
klicken Sie mit der Maus an einen Punkt auerhalb der Menzeile.

1.7 Programmhilfe

4PC-COM bietet Ihnen zu jedem Zeitpunkt eine kontextsensitive
Hilfe an, die Ihnen immer aktuelle Informationen liefert, egal,
was Sie gerade machen.

Es gibt in 4PC-COM zwei verschiedene Formen der Hilfe.

Die erste Form ist die Hilfezeile am unteren Bildschirmrand. Diese
ist nur dann sichtbar, wenn Sie das Men aktiviert haben. Wenn Sie
z.B. beim Programmstart nach dem Schlieen des Erffnungsfensters
("ber 4PC-COM") die Alt-Taste drcken, dann steht im Men der
Balken auf dem Men "Verbindung".
Gleichzeitig wechselt der Inhalt der unteren Bildschirmzeile. Es
steht dort "Funktionen fr Verbindungsmanagement". Zu jedem
Menpunkt finden Sie dort eine kurze Hilfe, auch wenn Sie sich
z.B. in einem Dialogfenster befinden.

Die zweite Form der Hilfe ist sehr viel ausfhrlicher. Sie wird
immer dann angezeigt, wenn Sie die Taste "F1" drcken. Sie knnen
diese Taste auch schon ganz am Anfang bei Programmstart drcken,
wenn Sie 4PC-COM noch berhaupt nicht kennen. Es erscheint dann
ein ganzes Fenster mit Informationen. Falls Ihnen dieses Fenster
den Blick auf irgend etwas verstellt, knnen Sie es immer
verschieben, indem Sie mit der linken Maustaste auf den
Balken mit dem Titel des Fensters klicken und die Maustaste
gedrckt halten, whrend Sie mit der Maus das Fenster in der
gewnschten Richtung verschieben.

Falls Sie keine Maus bentzen, drcken Sie die Alt-Taste und
gleichzeitig "F7". Dann verschieben Sie das Fenster mit den
Cursortasten, bis es die gewnschte Position hat. Dann drcken Sie
die Eingabetaste, um das Fenster zu plazieren.

Sie knnen das Hilfefenster wie jedes andere Fenster auch
schlieen, indem Sie mit der Maus zweimal auf [-] in der linken
oberen Ecke des Fensters klicken, oder indem Sie Alt+F4 oder ESC
drcken. In einem Hilfefenster, das mehr Informationen enthlt,
als auf einem Bildschirm Platz hat, knnen Sie scrollen, indem Sie
die Cursortasten oder die Bildlauftasten bentzen.
Sie knnen auch mit der Maus auf die Scrollleiste am rechten Rand
des Fensters klicken und so scrollen.

1.8 Bedienung eines Dialogfensters

ffnen Sie z.B. das Dialogfenster "Verbindung aufbauen" im Men
"Verbindung".
Der Cursor blinkt in einem Eingabefeld namens
"Empfngerrufzeichen".
Sie knnen dort ber die Tastatur das Rufzeichen des gewnschten
Verbindungspartners eingeben. Auerdem knnen Sie dort Ihr
Absenderrufzeichen und die notwendigen Digipeater eingeben.


Neben den Eingabefeldern finden Sie auch sogenannte
Kontrollknpfe. In diesem Fall sind es drei: der "OK"-Knopf, der
"Abbruch"-Knopf und der "Digipeater lschen"-Knopf. Durch Drcken
der Eingabetaste auf den "OK"-Knopf
werden Ihre Eingaben ausgewertet. Durch Drcken auf "Abbruch"
schlieen Sie das Fenster, wenn Sie keine Verbindung aufbauen
mchten.


Die Bedienung eines Dialogfensters geschieht wie folgt:

Ihre Eingaben werden ausgewertet, sobald Sie die Eingabetaste
drcken oder mit der Maus auf OK klicken. Drcken Sie also nicht
die Eingabetaste, um das Feld "Empfngerrufzeichen" zu verlassen !

Wechseln Sie das Eingabefeld mit der Taste "F6" oder mit der
Tabulatortaste oder mit den Cursortasten. Sie knnen auch mit der
Maus auf ein Eingabefeld
klicken, um dort eine Eingabe vorzunehmen.

Wenn Sie ein Eingabefeld mit der Tastatur (z.B. "F6") angewhlt
haben, brauchen Sie die eventuell vorhandene Vorgabe (z.B. ein
Rufzeichen) nicht zu lschen oder zu berschreiben. Wenn Sie z.B.
"EGM" eingeben mchten, beginnen Sie Ihre Eingabe einfach so, wie
wenn noch nichts da stehen wrde.
Die Vorgabe wird gelscht, sobald Sie die erste Taste drcken.

Anders verhlt es sich in diesem Fall mit der Maus. Wenn Sie mit
der Maus auf ein Eingabefeld klicken, dann verndern Sie bei einem
Tastendruck das Zeichen, auf dem der Cursor steht. Es ist also in
einem Dialogfenster i.allg. praktischer, die Tastatur und nicht
die Maus zu verwenden.

Wenn Sie an der Vorgabe nichts oder nur wenig ndern mchten,
knnen Sie die Vorgabe an der gewnschten Stelle berschreiben,
indem Sie sofort, nachdem Sie das  Eingabefeld angewhlt haben,
mit den Cursortasten an die gewnschte Stelle fahren.

Experimentieren Sie ein bichen, um mit der Bedienung vertraut zu
werden.
4PC-COM ist so konzipiert, da Sie mit ein wenig Einarbeitung
soweit sind, da Sie unntige Eingaben ber die Tastatur vermeiden
knnen.


Sie knnen auch direkt ber das Men zu einem bestimmten
Eingabefeld in einem Dialogfenster gelangen, indem Sie den
sogenannten Hotkey bentzen.
Wie das geht, sehen Sie im folgenden Beispiel: Angenommen, Sie
wollen Ihr Rufzeichen verndern. Dies geschieht im Men
"Einstellungen", Menpunkt "TNC-Einstellungen", Dialogfenster
"TNC-Einstellungen", Eingabefeld "My-Call 1". Um dorthin zu
kommen, halten Sie die Alt-Taste gedrckt, whrend Sie zuerst "E"
fr Men "Einstellungen", dann "T" fr Menpunkt "TNC-
Einstellungen" und schlielich "1" fr das Eingabefeld
"My-Call 1" drcken. Sie drcken also immer den hervorgehobenen
Buchstaben der Option, die Sie anwhlen mchten.

1.9 Die Aufteilung des Bildschirms:

Sie haben 7 Kanle zur Verfgung, auf denen Sie Verbindungen mit
anderen Funkern aufbauen und Nachrichten versenden und empfangen
knnen. Jeder Kanal wird in einem eigenen Fenster dargestellt. Sie
sehen im Normalfall nur das, was sich auf einem einzelnen der 7
Kanle tut. Welcher der 7 Kanle dies ist, sehen an zwei Dingen:
zum einen an der Titelzeile des Verbindungsfensters,
zum andern an dem hervorgehobenen Verbindungsknopf in der zweiten
Zeile von unten. Wie Sie sehen, ist beim Programmstart (nach
Schlieen des Erffnungsfensters) der Kanal 0 aktiviert.

Um den Kanal zu wechseln, haben Sie 3 Mglichkeiten. Nehmen wir
an, Sie wollen nach Kanal 4 wechseln. In diesem Fall knnen Sie:
        die Alt-Taste und "4" drcken
        mit der Maus auf den vierten Verbindungsknopf klicken
        im Men "Kanal" den Punkt "Kanal 2" anwhlen.

Da auf Kanal 4 keine Verbindung besteht, steht in der Titelzeile
"Verbindung 4: ausgelst", und auf dem Verbindungsknopf sehen Sie
"4:------".
"Ausgelst" bedeutet also "keine Verbindung aufgebaut".


In der dritten Zeile von unten befindet sich die Digipeaterliste
der Verbindung auf dem aktuellen Kanal. Auch sie ist zunchst noch
leer.

Ein Verbindungsfenster ist zweigeteilt. Die Trennung stellt die
gestrichelte Linie dar, die das obere Drittel des Bildschirms
abtrennt. Der obere Bereich ist das Sendefenster, der untere das
Empfangsfenster. In welchem Fenster Sie sich gerade befinden,
sehen Sie am blinkenden Cursor. Sie knnen vom Sende-
ins Empfangsfenster mit "F6", der Tabulatortaste oder einfach

durch Mausklick wechseln. Vom Empfangs- ins Sendefenster kommen
Sie automatisch, sobald Sie beginnen, einen Text einzugeben.

Im Sendefenster knnen Sie Nachrichten eintippen und abschicken,
indem Sie die Eingabetaste drcken. (Wenn eine Zeile voll ist,
wird ebenfalls gesendet.)
Im Moment knnen Sie noch nicht senden, da noch keine Verbindung
aufgebaut ist. Wenn Sie trotzdem Texte eintippen und die
Eingabetaste drcken, passiert nichts. Wenn Sie im Empfangsfenster
die Eingabetaste drcken, passiert in keinem Fall etwas, egal, ob
eine Verbindung besteht oder nicht.


2.  Benutzereinstellungen und der erste Verbindungsaufbau:

Als erstes sollten Sie Ihr Rufzeichen und die Schnittstelle fr
das Modem einstellen. Ihr(e) Rufzeichen (Mycalls) stellen Sie ein
im Men "Einstellungen", Menpunkt "TNC-Parameter".

Dann kommt der wohl einzige wirkliche Knackpunkt beim Kennenlernen
von 4PC-COM. Es mu die richtige Schnittstelle eingestellt werden,
an der Ihr Modem eingestellt ist. Diese wird nmlich nicht
automatisch erkannt.

Zunchst mssen Sie feststellen, ob vielleicht schon die richtige
Schnittstelle eingestellt ist. Zu diesem Zweck versuchen Sie, eine
Verbindung zu sich selbst aufzubauen. Dies geschieht
folgendermaen:

Drcken Sie Alt+F oder whlen Sie mit der Maus oder der Tastatur
den Menpunkt "Aufbau" im Men "Verbindung". Es erscheint das
Dialogfenster mit dem Titel "Verbindung aufbauen". Im Feld
"Absenderrufzeichen" sollte nun Ihr soeben eingestelltes
Rufzeichen als Vorgabe erscheinen. Geben Sie nun im Feld
"Empfngerrufzeichen" ebenfalls Ihr Rufzeichen an. Sie
drfen keine Digipeater einstellen. Drcken Sie die Eingabetaste
(egal, wo der Cursor steht), oder klicken Sie mit der linken
Maustaste auf den "OK"- Knopf. Das Fenster wird geschlossen.

Es gibt nun drei Mglichkeiten:

1.  Es ist die richtige Schnittstelle fr Ihr Modem eingestellt.
    In diesem Fall klappt der Verbindungsaufbau. Dies sehen Sie daran,
    da fr einen ganz
    kurzen Moment in der  Titelzeile des Verbindungsfensters in etwa
    die folgende Meldung erscheint: "Verbindung ...: versuche Absender
    ...mit Ziel ... zu verbinden". Dann erscheint sofort die Meldung
   "Verbindung ...: Absender ... mit Ziel ...". Im Empfangsfenster
    erscheint die Nachricht ">>>Connected to ...".


Sie knnen  jetzt an sich selber senden, indem Sie mit der
Tastatur einen Text eingeben, und mit der Eingabetaste absenden.
Sie erhalten die Nachricht natrlich auch, da sie an Sie selber
adressiert ist, im unteren Empfangsfenster.


Ein Bildschirm sieht bei aufgebauter Verbindung ungefhr so aus:


 Verbindung| Datei| Einstellungen| Kanal| Hilfe|
------------------------------------------------------------------
         Verbindung 2: Absender ANTON mit Ziel TONI
------------------------------------------------------------------

Hallo, TONI! Hier ist ANTON.

  Das ist das Sendefenster von Verbindung 2.
  Hier sendet ANTON an TONI.

------------------------------------------------------------------

Hallo, ANTON!
Gru von TONI.

  Das ist das Empfangsfenster von Verbindung 2.
  Hier empfngt ANTON von TONI.

  Unten sehen Sie die Digipeaterliste der Verbindung 2 (sie ist
  leer).
  Darunter sehen Sie, da auf Kanal 1 ANTON mit sich selber
  verbunden ist.
  Der Name in der untersten Zeile ist Ihr Rufzeichen (ANTON).

D1:-----D2:-----D3:-----D4:-----D5:-----D6:-----D7:-----D8:----

 1:ANTON   2:TONI  3:-----  4:-----  5:-----  6:-----  7:-----

QRV   ANTON    n2:10 o:0      Datum: Di. 27.12.94 Uhrzeit:14:30:55


Experimentieren Sie wieder ein bichen. Sie werden feststellen,
da der Fensterinhalt des Sende- und des Empfangsfensters scrollt,
sobald das Fenster voll ist. Sie knnen aber eine begrenzte Anzahl
von Zeilen zurckscrollen, indem Sie die Cursortasten, die
Bildlauftasten oder die Maus verwenden.

2. Die zweite Mglichkeit ist weniger erfreulich. Es ist die
   falsche Schnittstelle eingestellt, und die Verbindung kann nicht
   aufgebaut werden.
   Sie erkennen dies daran, da die Meldung
   "Versuche Absender ... mit Ziel ... zu verbinden" lange nicht
   verschwindet.
   Schlielich wird der Versuch, die Verbindung aufzubauen,
   abgebrochen, und Sie erhalten die Meldung "Failure with ... " in
   Ihrem Empfangsfenster. Sie haben vielleicht auch schon vorher
   erkennen knnen, da die falsche
   Schnittstelle eingestellt war, und zwar daran, da die Maus nicht
   funktionierte. Dies knnen Sie jetzt ndern.

Kontrollieren Sie noch einmal, ob Sie sich vielleicht nur beim
Absender- oder Zielrufzeichen vertippt haben. Falls dies der Fall
war, probieren Sie es noch einmal.

Ansonsten mssen Sie jetzt die Schnittstelle richtig einstellen.

(ACHTUNG: Lesen Sie das folgende >> vollstndig << durch.)

Dies geschieht im Men "Einstellungen", Menpunkt "Schnittstelle".
Der Cursor steht schon im Eingabefeld "Schnittstelle", wenn Sie
den Menpunkt angeklickt oder auf eine andere Weise angewhlt
haben.
Sie knnen nur 1 (fr die serielle Schnittstelle COM1) oder 2 (fr
die serielle Schnittstelle COM2) eingeben.
ndern Sie jetzt die Einstellung der Schnittstelle (z.B. von 1 auf
2).
ndern Sie nichts an den anderen Gren (Puffer, etc.), denn diese
sind i.allg. schon optimal eingestellt.
Klicken Sie auf "OK" oder bewegen Sie den Cursor auf den "OK"-
Knopf und drcken Sie die Eingabetaste.

Wenn Sie nur herumgespielt haben und die eingestellte
Schnittstelle nicht ndern wollen, drcken Sie stattdessen ESC
oder klicken auf den Abbruchknopf etc.

(ACHTUNG: Das war noch nicht alles.)

Ihre Einstellung ist noch nicht gltig ! Sie knnen nmlich die
Einstellung der Schnittstelle nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt
whrend des Programmlaufs verndern. Falls nmlich Nachrichten
unterwegs sind, gehen diese verloren. Infolgedessen wird die
nderung der Schnittstelle erst beim Programmende abgespeichert,
und erst beim nchsten Programmstart wirksam!!


Verlassen Sie also jetzt 4PC-COM. Starten Sie dann 4PC-COM neu.
Die nderung ist jetzt gltig (Sie knnen das im Men
"Einstellungen", Menpunkt
"Schnittstelle" an der Vorgabe im Eingabefeld "Schnittstelle"
erkennen.).
Jetzt sollte der Verbindungsaufbau und eine eventuell vorhandene
Maus einwandfrei funktionieren. Falls dies immer noch nicht der
Fall ist, probieren Sie noch einmal beide Einstellungen durch oder
lesen Sie bei Punkt 3 weiter.

3. Es kann der Fall sein, da Sie Ihr Modem an der Schnittstelle
   COM3, COM4 oder noch hher angeschlossen haben.

In diesem Fall mssen Sie das Modem hardwaremig an einer der
Schnittstellen COM1 oder COM2 anschlieen. Serielle Schnittstellen
mit einer hheren Portnummer als 2 werden von 4PC-COM zur Zeit
noch nicht untersttzt.

Nun folgt noch ein kurzer Blick auf die sonstigen Eigenschaften
von 4PC-COM:

2.1 Das Monitorfenster

Zustzlich zu den 7 Verbindungsfenstern gibt es noch ein weiteres,
den sog. Monitor. In diesem Fenster knnen Sie gleichzeitig alle
Kanle beobachten.
Ins Monitorfenster kommen Sie mit Alt+M oder ber das Men
"Kanal", Menpunkt "Monitor". Hier sehen Sie alles, was sich auf
Ihren aktiven Verbindungen in letzter Zeit ereignet hat, in
zeitlicher Reihenfolge.

Farblich wird dabei unterschieden zwischen Meldungen, die vom
AX.25-Protokoll herrhren, und Nutzinformation, sprich den
Nachrichten, die von einem Funker zum anderen gesendet wurden.

Auerdem knnen Sie im Monitorfenster noch unprotokolliert senden,
d.h. senden, ohne eine Verbindung aufbauen zu mssen. Zu diesem
Zweck whlen Sie im Men "Verbindung" den Menpunkt "Unproto".
Geben Sie den gewnschten Empfnger an, und senden Sie einfach
eine kurze Nachricht im Fenster, das sich oberhalb des
Monitorfensters befindet.
(Das "Unprotokolliert Senden"- Fenster ist, wenn Sie so wollen,
das Sendefenster des Monitors, nur etwas kleiner, da nicht so viel
Information dargestellt werden mu.)

2.2 Gong

Sie knnen Ihren Verbindungspartner aufwecken, indem Sie das
Sonderzeichen
CTRL-G oder CTRL-W senden, da beim Empfnger nicht dargestellt
wird, sondern einen Piepton erzeugt. Andere Sonderzeichen werden
beim Empfnger nur optisch (in einer speziellen Farbe)
dargestellt.

2.3 Statuszeile

Wenn die Hilfezeile im Moment nicht gebraucht wird, werden Ihnen
in der untersten Bildschirmzeile Ihr Rufname, einige Angaben ber
den Systemzustand sowie Datum und Uhrzeit angezeigt.

2.4 Men "Verbindung"

Hier kennen Sie alle Befehle bis auf den zum Verbindungsabbau, der
Sie allerdings vor keine unberwindbaren Probleme stellen sollte.
Es sollte vielleicht noch angemerkt werden, da beim Beenden des
Programms alle Verbindungen automatisch abgebaut werden.

brigens: Wenn Sie auf einer Verbindung, die nicht im aktiven
Fenster dargestellt ist,  eine Nachricht erhalten, dann werden Sie
mit einem Piepton darauf aufmerksam gemacht. Auf dem
Verbindungsknopf der Verbindung erscheint dann ein Sonderzeichen,
so da Sie sofort sehen knnen, auf welcher
Verbindung Sie eine Nachricht erhalten haben.

2.5 Men "Datei"

Hier haben Sie die Mglichkeit, Dateien zu senden oder empfangene
Daten in einer Datei mitzuprotokollieren. Beachten Sie unbedingt
die Sicherheitsabfragen!! Sie dienen dazu, wichtige Dateien vor
dem berschreiben und damit der Zerstrung zu schtzen. Sie
sollten keinesfalls wichtige Programme wie 4PC-COM.EXE zerstren.
Mit einem Dateiauswahlfenster sollten Sie ansonsten problemlos
umgehen knnen.

2.6 Men "Einstellungen"

Hier knnen Sie noch eine Bake setzen. Was dies ist und wie es
genau funktioniert, sehen Sie in der Hilfe (F1) und im
Monitorfenster.

Sie knnen hier auch noch einige Parameter verndern, die vor
allem die Ablaufgeschwindigkeit des Programms beeinflussen.
Beachten Sie hier, da Sie nicht beliebige Werte eingeben knnen.

2.7 Men "Hilfe"

Hier finden Sie einige Informationen zum AX.25-Protokoll. Die
anderen Menpunkte sind fr die ganz Ungeduldigen gedacht, die die
Kurzeinfhrung nicht lesen wollen, und erst hier das Hilfesystem
entdecken.
Beim Punkt "Allgemeine Hilfe" erscheint dasselbe Hilfefenster, das
Sie sehen, wenn Sie beim Programmstart "F1" drcken. Es enthlt
die wichtigsten Hinweise zur Bedienung. Sie knnen dieses Fenster
auch jederzeit durch zweimaliges Drcken von "F1" ffnen. Es
erscheint also immer zunchst die kontextsensitive Hilfe zu dem
Programmpunkt, an dem Sie sich befinden, und
beim zweiten Mal die allgemeine Hilfe.
Wenn Sie brigens im Verbindungs- oder Monitorfenster "F1"
drcken, bekommen Sie das aktuelle Fenster noch einmal erklrt.

2.8 Probleme

Die Meldung  "Allocation failure" erscheint, begleitet von einem
Klingelton.

Sie haben zuwenig Speicherplatz frei. Entfernen Sie residente
Programme aus dem Hauptspeicher und starten Sie erneut. Diese
Meldung drfte Ihnen kaum jemals begegnen, denn 512 KB
Hauptspeicher sind fr 4PC-COM schon mehr als genug.

Die Maus funktioniert nicht, oder der Verbindungsaufbau klappt
nicht.

Lesen Sie noch einmal den Punkt "Benutzereinstellungen und der
erste Verbindungsaufbau". Falls Sie dann immer noch Probleme
haben, sollten Sie in dieser Reihenfolge einen Freund oder
Kollegen, der sich vielleicht besser in solchen Dingen auskennt,
oder denjenigen, der Ihnen 4PC-COM verkauft hat, um Rat fragen.
Hinweis:
Bei Nichtfunktion der Maus schauen Sie bitte in der autoexec.bat
und in der config.sys nach ob berhaupt der Maustreiber
installiert ist.

3.  Allgemeines ber Packetradio

Mit Packet Radio lassen sich Texte und Daten von einem Funkpartner
zu einem anderen bertragen. Jede Datenaussendung wird von der
Gegenstation berprft; bei bertragungsfehlern werden dann die
Daten so lange wiederholt, bis sie korrekt angekommen sind.
Aus diesem Grund eignet sich Packet Radio auch zur Bild- oder
Telemetrie- und Medatenbertragung oder gar zur bertragung von
Programmdateien.

Eine typische Packet-Radio-Station besteht aus den Gruppen Trans-
ceiver, Modem, PR-Rechner und Terminal.

(Modem bedeutet MOdulator - DEModulator). Die Signalkopplung am
Transceiver geschieht auf der NF-Seite. Das Modem wandelt die emp-

fangene Tonfolge in eine digitale L-H-Folge um, bzw. erzeugt aus
dem digitalen Datenstrom vom Rechner die zugehrigen NF-Tne, wel-
che nach Bell 202 1200 und 2200 Hz betragen.

Bei PC-COM bernimmt der Personalcomputer ber eine serielle
Schnittstelle die Verarbeitung des einlaufenden Datenstroms,
welche vom mitgelieferten PC-COM-Programm durchgefhrt wird. Die
Informationen werden zum Modem weitergeleitet, so da das
Modemsignal vom Sender abgestrahlt werden kann.
Die zur Zeit gltige Version des AX.25-Level-2 Protokolls trgt
die Nummer 2.0. Das Protokoll beschreibt die Schicht 2 (Level 2),
die sogenannte Link-Layer (Verbindungsebene) des genormten ISO-7-
Schichten-Modells.

Das Programm beinhaltet ein komfortables Terminalprogramm, welches
die Daten und die Meldungen auf dem PC darstellt.

Zum Betrieb mssen nur noch Verbindungen zum Transceiver (Mikrofon
und Lautsprecher) und zum PC ber die RS 232 (serielle
Schnittstelle COM1 oder COM2) hergestellt werden.

Das Modem bentigt keine externe Stromversorgung; der Strom wird
aus der seriellen Schnittstelle zur Verfgung gestellt (ca. 8mA).


3.1 Schnelle Inbetriebnahme

Es ist nur sehr wenig zur Grundinstallation erforderlich.

a. das Funkmodem PC.COM
b. ein Anschlukabel fr das Funkgert mit den richtigen Steckern
   (s.Anschlubelegung fr verschiedene Funkgerte)
c. das Programm 4PC-COM
d. ein Funkgert mit der Modulation FM
e. ein IBM kompatibler DOS-Rechner mit der Version 3.2 aufwrts
f. Zum ersten Start des Programmes werden die wichtigen Parameter
   voreingestellt.
Achtung: Die genderten Daten fr das Terminal werden nur dann
bernommen, wenn das Programm gestartet wurde.

In der untersten Zeile wird der Modem-Zustand angezeigt:
EMPF    Squelch offen, es wird gerade empfangen
QRV     Sqelch zu, aber empfangsbereit, kein Signal
SEND:   Es werden gerade Daten gesendet.

n2  =   Retry-Wiederholungszhler (aktueller Stand). Geht
        dieser gegen 0, ist die Verbindung abrigefhrdet.
o   =   Anzahl der gesendeten, aber nicht besttigten Pakete.
Dann folgt das Datum und die Uhrzeit, bernommen aus dem DOS.

4. DER BEFEHLSSATZ

4.1  TNC-Kommandos
Bakentext
Gibt den Text an, der im Infofeld der Bake ausgestrahlt wird.

ConnectNot <Call> <Call> ...
Setzt eine Liste von Rufzeichen, von denen kein Packet akzeptiert
wird. Es wird allerdings dann kein DM ausgestrahlt, sondern Pakete
von und zu Stationen aus der Liste werden so behandelt, als wren
sie nie empfangen worden, also einfach ignoriert.

Connect <Call> <Digi1> <Digi2>
Das Connect-Kommando baut eine Verbindung zu dem angegebenen Ziel-
call auf, gegebenenfalls ber die angegebenen Digipeater. Erlaubt
sind maximal 8 Digipeater. Bei Direktverbindungen mu nur das
Rufzeichen des QSO-Partners eingegeben werden (z.B. :C DK0ABC).
Die einzelnen Calls knnen durch Leerzeichen oder Kommas getrennt
werden.

Disconnect
Dieser Befehl trennt eine bestehende Verbindung wieder auf oder
bricht einen Connectversuch ab. Wird der Befehl zweimal
unmittelbar hintereinandergegeben, wird auch keine Rckantwort des
Partners erwartet (UA oder DM), um in den Disconnectet-Modus zu
kommen. Dies ist dann ntig, wenn eine Verbindung durch Ausfall
des Partners oder nchsten Digis abreit und man nicht mehr
abwarten mchte, bis die Retries auslaufen, d.h. ein zweimaliges
Aufrufen trennt sofort.

DCalls
Gibt das Call an, unter dem die Station Packets digipeatet. DCALL
kann gleich dem MYCALL sein, mu aber nicht.

LINKTime <Wert in 10s>
Nach Ablauf dieses Timers wird jeweils ber ein RR-Frame die Link-
strecke getestet, falls sonst in dieser Zeit keine anderen Daten
bermittelt wurden. Kommt auf das RR keine Besttigung zurck,
wird nachgepollt und nach Ablauf von RETRY die Verbindung
getrennt. Dies ist dann der Fall, wenn zwischenzeitlich der Link
schlechter geworden ist oder ein Digi oder der QSO-Partner
abgeschaltet haben, ohne die Verbindung zu trennen. Defaultwert
ist 30.

MAxframe <Wert>
Das TNC kann mehrere Packets aussenden, ohne da eine
Empfangsbesttigung empfangen wird. Die maximale Anzahl der
unbesttigten Packets wird mir Maxframe angegeben. Es sind Werte
von 1...7 zulssig.

MYcall <CALL1> <CALL2>....
Legt das Rufzeichen fest, da das PC-COM als eigenes Rufzeichen
benutzen soll. Zur Unterscheidung kann eine Zahl von 1 bis 15 mit

einem Bindestrich an das Rufzeichen angehngt werden. Mit dem
MYCALL-Befehl knnen die Stationscalls vorbesetzt, und gendert
werden. Beim Verbindungsaufbau eines Ziel wird grundstzlich erst
einmal das erste der angegebenen Calls verwendet.

Paclen <Wert>
bestimmt die maximale Framelnge bei Eingaben ber das Terminal.
Bei Frames, die ber die eigene Station als Digipeater laufen,
wird immer die Originallnge weitergegeben. Zulssig ist der
Wertebereich von 1 bis 256, bei Eingabe von 0 kann es zum Absturz
kommen. Der einzustellende Wert richtet sich nach der Qualitt der
Verbindung zur Gegenstation.

RETry <Wert>
Maximale Anzahl von Wiederholungen eines nicht besttigten
Packets.
Bei Connect und Disconnect werden nur RETRY/4 - Versuche unternom-
men. Bei Connectversuchen ber einen Digipeater werden aufgrund
der unbekannten Anzahl von Autorouter-Digis RETRY*2 Wiederholungen
angesetzt.

4.2 Timer-Kommandos

Bei Abfrage wird der Wert mitgeteilt, der Wert selbst nicht
verndert.

BEacon <Wert in 1s-Schritten>
Steuert die Aussendung eines Bakentextes. Bei n=0 ist die Baken-
funktion abgeschaltet. Bei n=900 wird der Bakentext alle 15
Minuten ausgesendet. Es wird der unter BTEXT abgespeicherte Text
auf dem mit UNPROTO festgelegtem Weg gesendet.

DWait <Wert in 10ms)
Wartezeit zwischen Ende der Kanalbelegung (DCD) und der Tastung
des Senders. Dwait-Zeiten sind Zufallszeiten zwische 0 und dem
eingestellten Wert. Dwait 0 darf nicht verwendet werden, da diese
minimale Wartezeit den Digipeatern vorbehalten ist. (idealer Wert
200)

Txdelay <Zeit>
Dies ist die Zeit zwischen Hochtasten des Senders und Aussendung
der gltigen Daten. Die Zeit wird in 10ms-Schritten angegeben.
Mit TXDELAY kann man eine zu langsame Rauschsperre beim Partner
kompensieren, ein zu hoch eingestellter Wert erhht jedoch die
Frquenzbelastung unntigerweise. Gstiger Wert 15 bis 40)

Frack <Wert in 100ms-Schritten>
Nachdem der TNC ein Datenpaket ausgesendet hat, wartet es eine
Weile auf die Empfangsbesttigung der Gegenstation, dann sendet
sie das Packet nochmals aus. Die Wartezeit bis zur nchsten
Aussendung stellt man mit Frack ein. Die tatschliche Wartezeit
berechnet das TNC aus Frack , multipliziert mit der zweifachen
Anzahl der Digipeater plus 1. Bei dem vorgegebenen Wert wird nur
der Startwert eingestellt und ist in der oberen Statuszeile
ablesbar (round-trip-timer).

IPoll <Framelnge>
Unter einem Info-Poll versteht man das sofortige nochmalige
Aussenden eines kurzen Frames, falls dieses beim erstenmal von der
Gegenstation nicht besttigt wurde. Die Ziffer hinter :IPOLL gibt
an, bis zu welcher Lnge des Info-Feldes im Frame ein Info Poll
stattfinden soll, was darber hinausgeht, wird ganz normal nach
AX.25 behandelt. Ein gnstiger Wert ist z.B. :
IPOLL 80, da bei diesem Wert etwa die statistische Grenze zwischen
Gesamtoverhead und Nutzdaten liegt.

RESptime <Wert in 100ms>
gibt die Zeit an, nach der Packets des Partners besttigt werden.
Dieser Wert mu von Null verschieden sein, sollte aber nicht so
hoch sein, da man vom Partner bereits wieder gepollt wird (also
kleiner als dessen Frack). Bei greren, beiderseitigem Datenflu
knnen Besttigungspackets (RR) gespart werden, wenn RESPTIME
einen Wert sehr viel grer als DWAIT hat.

TQuit <Wert in 10s>
ist der Quittimer. Dieser Timer trennt die Verbindung nach Eingabe
von QUIT, selbst wenn noch Daten vorliegen. Sinn dieses Timers
ist, die Verbindung dann zu trennen, wenn die Daten eben aufgrund
des schlechten Links nicht mehr abgesetzt werden knnen. Default-
wert 12.


4.3  Sonstige Befehle

4.4. DARSTELLUNG DER INFORMATION


CText <Text>
Mittels CTEXT wird eine Zeile festgelegt, die beim Connect einer
Gegenstation automatisch ausgesendet wird, z.B. Guten Tag, danke
fr den Connect.

German
Um sowohl den Verfechtern von deutschen Zeichen als auch den
Freunden von IBM-Umlauten in PR-Texten zu ihrem Recht zu
verhelfen, kann mittels GERMAN EIN die bliche deutsche
Umlautdarstellung gewhlt werden, mit GERMAN AUS die IBM-Umlaute.
Dies betrifft nur die bertragung und Darstellung der Frames, die
Tastaturbelegung bleibt davon unberhrt.

MCalls <Call1> <Call2> ...
setzt die fr den Monitorbetrieb zu selektierenden Rufzeichen.
Siehe mselect!
>
lt zu, gewisse Packets von und zu speziellen Stationen zu selek-
tieren um sie entweder auszublenden oder ausschlielich darzustel-
len. Bestimmte QSOs knnen so leichter mitverfolgt werden. Es kn-
nen folgende Werte gesetzt werden:

0   Monitor-Selektion aus, es werden alle ankommenden
    Frames angezeit. :MONITOR mu natrlich aber dann fr
    den betreffenden Kanal gesetzt sein.
1   QSO-Mitschnitt. Hierbei werden die unter MCALLS
    stehenden Rufzeichen stets paarweise ausgewertet und
    nur Verbindungen, in denen BEIDE Rufzeichen vorkommen,
    auch auf dem Monitor dargestellt. Das ist auch bei
    mehreren Paaren zugleich mglich.

3   MTO-Betriebsart. Nur Pakete Zu den MCALLS-Rufzeichen
    werden dargestellt.

Wird zu den genannten Werten 10 hinzuaddiert (also 11,12,13) so
wird die entsprechende Funktion invertiert, d.h. die selektierten
Rufzeichen werden NICHT dargestellt, ansonsten erfolgt die Anzeige
ganz normal.


5.  Unproto-Aussendungen

Mchte man eine Unproto-(UI)-Aussendung ausstrahlen, mu man einen
solchen Text in das Sendefenster schreiben und mit Return
aussenden.

Natrlich kann auch eine Unproto-Adresse oder Digipeaterkette
angegeben werden.

6. RCKBLICK UND ENTWICKLUNG

Die rasante Entwicklung der Personal-Computer hat den
Funkamateuren ein gnzlich neues Bettigungsfeld erffnet. Ein
stndig wachsender Teil der HAM-Gemeinde wird vom Packet-Radio-
Fieber mit seinen Anwendungen wie Personal-Bulletin-Board-System
(BBS) und DX PacketCluster erfat.
Als in den siebziger Jahren die ersten Computer-Fertiggerte
erhltlich waren, begannen Amateure sofort, praktische Anwendungen
fr das HAM-Shack (Funkbude) zu erstellen. Anfangs waren es u.a.
nur Morsebungs-, Fernschreib-(RTTY) und Ausbreitungsvorhersage-
programme, bis im Jahre 1978 das Canadian Department of
Communication als erste derartige Behrde den Funkamateuren Packet
Radio-Experimente erlaubte. Innerhalb kurzer Zeit wurden von einer
Interessengruppe, der Vancouver Amateur Digital Communications
Group (VADCG), ber 500 (Terminal Node Controller) TNCs
hergestellt und weltweit vertrieben. Ende 1981 formierte sich in
Arizona/USA die Tucson Amateur Packet Radio (TAPR) Organisation,
von der wesentliche Impulse fr die weitere Gestaltung dieser
Betriebsart ausgingen. In kurzer Zeit wurden zwei aufeinander
folgende TNC-Modelle von TAPR konstruiert und an eine Vielzahl von
Interessenten weitergegeben, die durch regen Informationsrckflu
an der Fertigstellung der bekannten TAPR-TNC-KITs beitrugen.Die
von der VADCG herausgegebene Software war wegen stark
eingeschrnkter Betriebsmglichkeiten Gegenstand umfangreicher
Diskussionen. Unter dem Druck des herannahenden Starts von OSCAR
10 (Orbital Satellite Carrying Amateur Radio) einigten sich die
verschiedenen Packet-Radio-Gruppen auf ein einheitliches
Protokoll, das AX.25. Die wichtigsten Probleme des Public-Packet-
Switched-Network-Protokolls waren von Eric Scace, K3NA, einer der
Autoren des kommerziellen Standards X.25, gelst worden. In langen
Arbeitssitzungen mit Hank Magnuski, KA6M und Harold Price, NK6K
hatte man den Grundstein fr das AX.25 (Amateur-Protokoll X.25)
gelegt.

Die glckliche Ehe zwischen Computer und Funk macht es dem Amateur
auch in Zukunft mglich, an der Vorderfront technologischer
Fortschritte wesentlich mit beizutragen.

7.  Erklrungen zum AX.25 Protokoll
Wesentlicher Teil des AX.25 Protokolls ist das Open-Systems-
Interconnection-Reference-Modell (OSI-RM) der International
Organization of Standardization. Es besteht aus den folgenden
sieben Ebenen (layers):
Layer 1, die physikalische Ebene betrifft Modems, Funkgerte und
das gesamte Kommunikationsmedium. Layer 2, die Link (Verbindungs-)
Ebene formiert Daten-Bits zu Rahmen (Frames). In dieser Ebene
werden durch berwachungsrahmen die Funkverbindung hergestellt und
Fehlerentdeckung sowie Wiederverbindung erledigt. Layer 3, die
Netzwerk Ebene sorgt fr Adressierung, Lenkung, Multiplexing und
Flu der Packets.
Layer 4, die Transport Ebene trgt Sorge fr den korrekten
Datenflu im Strungsfall. Layer 5, die "Sitzungsebene" beginnt
und schliet die jeweilige Kommunikation im Netzwerk. Layer 6, die
Darstellungsebene erledigt die Kodierungsbersetzungen und
Kontroll- datenstruktur, stellt die Formate dar und organisiert
den Datenaustausch mit den periphren Speichern. Layer 7, die
Anwendungsebene enthlt Teile des Applikationsprogrammes die ber
die darunterliegende Schichten kommunizieren.

Aufbau eines Pakets.

Das Paket beginnt und endet mit Flags. Um das Auftreten der Flag-
Kodierunginnerhalb eines Pakets zu verhindern, wird beim Senden
automatisch nach 4 Einsern eine 0 eingefgt und diese Null wieder
beim Empfang eliminiert, (bit-Stuffing).

Adrefeld

Das Adressfeld enthlt das Absender-, das Empfnger-, und bis zu 8
Digipeater-Rufzeichen. Es dient zur selektiven Angabe des
Empfngers. Je Adresse sind 7 Bytes vorgesehen, je 6 fr das
Rufzeichen und eine Stelle fr den SSID (Secondary Station
Identifier).
Das Adrefeld ist beendet, wenn das bit.0 des letztenSSID eine 1
enthlt. Um diese Bedingung eindeutig zu erfllen, werden alle
ASCII-Zeichen des Rufzeichens um 1 bit nach links geschoben und
das bit 0 auf 0 gestzt.

Steuerfeld

Mit dem Steuerfeld wird die Art des Pakets und seine Aufgabe
gekennzeichnet. Ein I-Feld enthlt Informationen, ein S-
(Supervisory-)Paket bewirkt die Steuerung und berwachung des
Datenflusses und die Quittierung von empfangenen Paketen, U-
(unnumerierte)Pakete haben die Funktionen Verbindungsauf-
und -abbau sowie Aussendung von unnumerierter Information
auerhalb einer bestehenden Verbindung. Die Kurzzeichen erscheinen
auch in Monitorausschriften.

Die einzelnen Pakete haben dabei folgende Aufgaben:

DISC (Disconnect, Trennung der Verbindung)
Wird bei einem Disconnect-Kommando gesendet.

DM (Disconnect Mode)
Negative Antwort auf ein SABM. Die Station ist nicht willens oder
in der Lage, eine Verbindung aufzunehmen, oder sie erhielt ein an
sie adressiertes Paket ohne eine vorherige Verbindungsanforderung
(SABM)

FRMR (Frame Reject, Rahmen Rckweisung)
Es wurde ein unverstndliches Paket empfangen. Das FRMR-Paket
enthlt eine Information ber den Fehler (falscher Steuerfeld-
Code, I-Feld zu lang usw.)

I-Feld Informationsfeld)
Nur I-, UI- und FRMR-Pakete enthalten ein I-Feld. Die maximale
Lnge eines I-Feldes betrgt 256 Bytes.

PID (Protokoll Identifier)
Das PID-Feld ist das erste BYTE eines Informationsfeldes und ist
fr die Spezifizierung des Netzprotokolls (Schicht 3) reserviert.

REJ (Reject, Zurckweisung)
Fordert die Wiederholung ab Paket N(R) an, wenn zwischen dem
empfangenen N(S) und dem eigenen Zhler keine bereinstimmung
besteht, also Pakete verworfen werden muten.

RNR (Receiver Not Ready, Empfnger nicht bereit)
Besttigt den Empfang bis Paket N(R)-1 und zeigt an, da im Moment
keine weiteren Pakete angenommen werden knnen.

RR (Receiver Ready, Empfnger bereit)
Quittiert den Empfang  bis N(R)-1 und/oder hebt den Zustand "nicht
bereit" (RNR) auf. Fragt - als Kommando gesendet - den Status der
Gegenstation ab. Besttigt als Antwort die Empfangsbereitschaft.

SABM (Set Asynchronous Balanced Mode - Verbindungsanforderung)
Begriff fr "connect request supervisory packet". Wird bei einem
Connect-Kommando gesendet.

SCC (Serial Communications Controller)
Weiterentwickelte Version des "Serial Input/Output" Chip.

UA (Unnumbered Acknowwledge, unnummerierte Quittung)
Positive Antwort auf den SABM oder DISC. Besttigung, da
Verbindung hergestellt oder getrennt wurde.

UI (Unnumbered Information)
Mit einem UI-Paket kann Information entlang des im Adrefeld
angegebenen Weges gesendet werden, ohne da eine Flukontrolle
geschieht. Der Adressat kann den Empang besttigen, mu das aber
nicht. Geeignet fr Testzwecke, Bakentexte und Rundsprche.

Die Prfsumme wird nach einem genormten Polynom berechnet. Dieses
Polynom ist im HDLC-Protokoll enthalten und wird ber das gesamte
Paket kontrolliert und danach entschieden, ob das Paket fehlerfrei
bertragen worden ist. Ein Fehler wird mit einer
Wahrscheinlichkeit von 1,2 E-13 nicht erkannt. Fr diese
Prfsummenbildung und deren Kontrolle  wird der CR-Code (Cyclic
Redundancy Code) verwendet. Die bertragung ist also bei richtiger
Prfsumme nahezu fehlerfrei. Bei einem Prfsummenfehler wird das
Paket als nicht empfangen gewertet.

ber einen Koppelkondensator abgetrennt. In Serie mit der PTT-
Taste mu nun ein Widerstand mit ca. 2k bis 10k Ohm eingefgt
werden, damit die NF nicht kurzgeschlossen wird. Bei Drcken der
PTT fliet nun ber den Widerstand ein Strom, welcher den Sender
tastet. Beim Funkmodem PC-COM ist dieser Widerstand bereits
eingebaut; die Aktivierung geschieht durch Kurzschlieen der
Leitungen grau und schwarz. (Verbinde Pin 8 und Pin 9);
ab Version 2, erkenntlich durch die seitlich aufgebrachten Labels
PCC-V2 ( aber nur fr Handfunkgerte notwendig ).


Notizen:
